Im Juni haben wir, ein Kreis aus und um den Vorstand des fr-bb, die sogenannten Wahlprüfsteine: Sieben Fragen zu sieben Tagen – Freie Radios unltd. verschickt. Sieben Fragen, sieben Tage, ein Anliegen: die Zukunft der Freien Radios in Berlin und Brandenburg. Adressiert waren sie an die medienpolitischen Sprecher*innen der demokratischen Parteien und die Resonanz war so lebendig wie unerwartet.
Drei Antworten liegen uns bereits vor. Nicht nur ihr Umfang, sondern auch die Tiefe der Argumente haben uns überrascht und im besten Sinne beeindruckt. Egal, welche Positionen vertreten werden: Die Antworten zeigen, dass Freie Radios und ihr Anspruch, Rundfunk als gesellschaftliche Aufgabe zu begreifen, in der Berliner Medienpolitik auf offene Ohren stoßen. Dass hier nicht nur über Medien gesprochen, sondern über Medien gedacht wird.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die ausführlichen, engagierten Stellungnahmen. Sie alle, in der Reihenfolge ihres Eingangs, dokumentieren wir im Folgenden. Und ja: Die Lektüre lohnt sich. Nicht nur für uns, sondern für alle, die wissen wollen, wie Politik und zivilgesellschaftliches Engagement zusammenfinden können.
Die Antworten findet ihr hier:
FDP
Bündnis 90/ die Grünen
Die Linke
Wer im kommenden Jahr in Berlin oder Potsdam sein Radio einschaltet, soll auf UKW kein Freies Radio mehr empfangen können. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg mabb verhindert ab 2026 nichtkommerzielle Anbieter im analogen Hörfunk, während kommerzielle Sender und der öffentlich-rechtliche rbb weiter empfangbar bleiben. Die Freien Radios fordern von der Medienpolitik und der Medienregulierung in Berlin und Brandenburg Chancengleichheit und eine Änderung des Medienstaatsvertrages beider Länder.
Ende Dezember des vergangenen Jahres hatte der Medienrat der Medienanstalt Berlin Brandenburg (


Diskussion mit den medienpolitischen Sprecher:innen vor der Berlin-Wahl.

Am 31. März 2020 haben wir im Haus der Statistik das 15. Studio der Freien Radios in Berlin-Brandenburg eröffnet. Eine ursprünglich geplante öffentliche Veranstaltung und Einweihungsparty vor Ort konnte pandemiebedingt zwar leider nicht stattfinden. Wir konnten aber mit genügend Abstand und extra eingebauter Corona-Schutzwand vier Stunden live aus unserem neuen Studio senden und so jene alte und gerade in Kontaktverbotszeiten wichtige Form der öffentlichen Veranstaltung leben, die uns am Herzen liegt.